Kein Raum für religiösen Fundamentalismus! Offener Brief an die Stadt Marburg

Sehr geehrtes Magistrat der Stadt Marburg,

mit Verwunderung haben wir festgestellt, dass wieder einmal die christlich-fundamentatlistische Brüdergemeinde Lahnstraße an der Mensa am Erlenring einen öffentlichen Stand aufgebaut hat und dabei aktiv auf Leute zugeht.

Die ChristInnen dieser Gemeinde bezeichnen sich selbst als „bibeltreu“. Dieser Begriff steht für eine fundamentalistische Auslegung der Bibel, antike Frauenbilder, eine klare Anti-Choice Postion und Homo- und Transfeindlichkeit.

Bibeltreue ChristInnen unterscheiden zwischen „Sünde und Sünder“ und betonen, dass sie nicht Homosexuelle, sondern nur den „homosexuellen Akt“ ablehnen würden. Aus lesbischer Perspektive ist diese Unterscheidung einerlei. Fest steht, das Homosexualität als etwas negatives beurteilt wird, etwas, was es zu überwinden gilt – als eine Sünde unter vielen. Das Ausleben von Sexualität ist keine Sünde, kein Genfehler und auch keine Folge einer schweren Kindheit. Die offizielle Stellungnahme des Zusammenschlusses von Brüdergemeinden verweist auf das Weiße Kreuz und Wüstenstrom, Organisationen die immer wieder wegen ihres Angebots von „Reparativtherapien“ in die Kritik geraten.

Wir fordern die Stadt auf, religiösem Fundamentalismus keinen Raum zu geben. Christlicher Fundamentalismus verletzt das Recht auf diskriminierungsfreies Leben. Homosexualität gehört nicht kontrolliert, therapiert oder weggebetet!

Kein Raum für Seximus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus!

Mit freundlichen Grüßen,
Autonomes FrauenLesbenReferat


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