Archiv für Oktober 2017

Gießener Ärztin nach §219a angeklagt

https://www.change.org/p/deutscher-bundestag-informationsrecht-f%C3%BCr-frauen-zum-schwangerschaftsabbruch


Informationsrecht für Frauen zum Schwangerschaftsabbruch

Ich bin Ärztin und wurde nach §219a von Abtreibungsgegnern angezeigt

Am 24.11. um 10 Uhr muss ich mich vor dem Amtsgericht Gießen verteidigen. Auf meiner Homepage ermögliche ich Interessierten, über einen Link Informationen zu einem legalen Schwangerschaftsabbruch zu erhalten. Ich informiere über die gesetzlichen Voraussetzungen, sowie über die Methoden und Risiken des Schwangerschaftsabbruchs. Außerdem ermögliche ich Interessierten ein persönliches Gespräch.

Diese neutrale Mitteilung interpretieren Abtreibungsgegner als Werbung. Ich werde seit mehr als 10 Jahren wiederholt von Abtreibungsgegnern, u.a. der „INITIATIVE NIE WIEDER“ e.V. wegen Werbens für den Abbruch einer Schwangerschaft (§219a StGB) angezeigt. Die Verfahren wurden jeweils beim Amtsgericht Gießen eingestellt. Die letzte Anzeige erfolgte im Herbst 2016. Diesmal hat ein Giessener Staatsanwalt Anklage erhoben. Das Hauptverfahren wurde eröffnet.

Die Abtreibungsgegner benutzen den §219a regelmäßig, um Ärzte anzuzeigen, zu belästigen, einzuschüchtern. Sie führen auf ihren Websites Listen von Ärzten und Kliniken, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen und listen dort auch die unzähligen Strafanzeigen auf, die bisher gestellt wurden.

Es gibt in Deutschland ausführliche gesetzliche Regelungen sowohl im Bereich des Arztwerberechts als auch im Rahmen des Strafgesetzbuchs die Bestimmungen zum Schwangerschaftsabbruch. Der §219a ist veraltet und überflüssig. Er behindert das Anrecht von Frauen auf sachliche Informationen. De facto entscheiden die Beratungsstellen, wo die Frauen zum Schwangerschaftsabbruch hingehen können, da viele Ärzte eingeschüchtert sind und ihre sachlichen Informationen von den Websites herunternehmen aus Angst vor Strafverfolgung. Auch und gerade beim Thema Schwangerschaftsabbruch müssen Frauen freie Arztwahl haben und sich medizinisch sachlich und richtig informieren können.

Ich bin für das Recht von Frauen, sich im Internet über angebotene Leistungen von Ärzten und Ärztinnen zum Schwangerschaftsabbruch zu informieren. Informationsrecht ist ein Menschenrecht. Der §219a behindert dieses Recht.

Bitte unterstützen Sie meine Petition.

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§ 219a Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft

(1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) seines Vermögensvorteils wegen oder in grob anstößiger Weise

eigene oder fremde Dienste zur Vornahme oder Förderung eines Schwangerschaftsabbruchs oder
Mittel, Gegenstände oder Verfahren, die zum Abbruch der Schwangerschaft geeignet sind, unter Hinweis auf diese Eignung anbietet, ankündigt, anpreist oder Erklärungen solchen Inhalts bekanntgibt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Beim §219a handelt es sich um einen Strafrechtsparagraphen aus dem Jahr 1933, der ursprünglich geschaffen wurde, um u.a. jüdische Ärzte zu kriminalisieren und ein Klima zu schaffen, in dem letztlich dann 1943 die Strafrechtsnorm nach eugenischen und bevölkerungspolitischen Gesichtspunkten umstrukturiert wurde. Im Zuge der Gesetzesänderungen zum Schwangerschaftsabbruch wurde der §219a jeweils nur leicht verändert. Er wurde allerdings kaum angewandt.

Vortrag mit Nadja Shehadeh: Revenge-Tracks im Heten-Pop: Lass ihn bluten!

3.11.17 // 19h // im Autonomen Schwulenreferat (Erlenring 5) // all gender

Warum nicht auch mal was Nettes machen?! Die großartige Nadja Shehadeh (https://shehadistan.com/) kommt am 3.11 nach Marburg, schaut mit uns Musikvideos an und liefert feministische Analysen zu diesen. Klingt nach einem entspannten Abend? Finden wir auch!

Wer schon mal reinhören will, kann sich diesen Blogeintrag ansehen: https://shehadistan.com/2017/04/03/revenge-tracks-im-heten-pop-lass-ihn-bluten/

Riot bar-hopping for WomenLesbianTrans #3 / Kneipentour am 27.10.2017

Freitag 27.10.2017, Treffpunkt 20:30 im AFLR

Die Riot Kneipentour geht in die 3. Runde. Weiterhin wollen wir sowohl mit männlicher Überrepräsentanz in öffentlichen Räumen als auch mit der Produktion der Angst vor dem nachts unterwegs-sein brechen. Vorwissen ist nicht nötig.

The riot bar-hopping is taking place a 3rd time. Public places are – especially at night – dominated by men, furthermore public spaces at night can create fear. We want to work against this fear and be on our way together. You don‘t need any knowledge or a group to be part of that hopping.

FLT*-only

Open Doors zum Semesterbeginn

Freitag 20.10.2017, 15 Uhr, im AFLR

Wir vom Autonomen FrauenLesben Referat laden zum Semesterbeginn ein!

Kommt vorbei, um uns und unsere Arbeit kennenzulernen, Bier/Sekt/Martini zu trinken, oder einfach nur mit uns zu chillen.

Für Getränke (alkoholisch und nicht-alkoholisch) und Snacks (auch vegan) wird gesorgt!

Bitte bedenkt, dass der Raum FrauenLesbenTrans*-only ist

Autonomes FrauenLesbenReferat
c/o AStA Universität Marburg
Erlenring 5
35037 Marburg